800 Beschäftigte von Daimler Truck setzen Zeichen: Automobil-Aktionstag der IG Metall bei Daimler Truck in Wörth

Rund 800 Beschäftigte von Daimler Truck haben sich heute an einer Protestkundgebung vor dem Werkstor in Wörth beteiligt. Anlass war der bundesweite Aktionstag der IG Metall gegen Stellenabbau, Werksschließungen und den zunehmenden Druck auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie.

Aktionstag 21.09.2026 Daimler Truck Wörth

21. September 2026 21. September 2026


Mit einer starken Beteiligung von rund 800 Beschäftigten hat sich der Standort Daimler Truck Wörth heute am bundesweiten Aktionstag der IG Metall beteiligt. Vor dem Werkstor versammelten sich Kolleginnen und Kollegen, um gemeinsam ein Signal gegen Stellenabbau, Werksschließungen und die Verlagerung von Risiken auf die Beschäftigten zu setzen.

Die Kundgebung stand unter dem Motto, die Zukunft der Automobilindustrie aktiv zu gestalten, statt sie durch Kürzungsprogramme und Personalabbau zu gefährden. Die Redner machten deutlich, dass die Herausforderungen der Transformation nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürfen.

Marc Tinger, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Landau, betonte die Bedeutung von Investitionen und Zukunftsperspektiven für die Industrie: „Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren enorme Leistungen erbracht. Jetzt braucht es Investitionen in Innovationen, neue Technologien und sichere Arbeitsplätze statt Kahlschlag und Sparprogramme.“

Auch Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, warnte vor einer Politik der Standortkonkurrenz. Die Zukunft der Branche könne nur gemeinsam gesichert werden. Der Zusammenhalt zwischen den Beschäftigten und den Standorten sei entscheidend, um die Transformation erfolgreich zu gestalten und gute industrielle Arbeit in Deutschland zu erhalten.

Markus Jäger-Hott, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Daimler Truck in Wörth, machte deutlich, dass die Belegschaften kein Kostenfaktor, sondern der Schlüssel für den Unternehmenserfolg seien. Gerade in Zeiten des Wandels brauche es Verlässlichkeit, Zukunftsinvestitionen und eine klare Perspektive für die Beschäftigten.

Zum Abschluss unterstrich Moritz Römmele von der IG Metall Vertrauenskörperleitung bei Daimler Truck die Bedeutung der Solidarität innerhalb der Belegschaft. Die Kolleginnen und Kollegen stehen zusammen und sind bereit, für ihre Interessen einzutreten. Nur gemeinsam kann verhindert werden, dass die Folgen wirtschaftlicher und politischer Fehlentscheidungen auf die Beschäftigten abgewälzt werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung setzten damit ein deutliches Zeichen für Beschäftigungssicherung, industrielle Wertschöpfung und eine zukunftsfähige Automobilindustrie. Die zentrale Botschaft des Aktionstags lautet: Innovationen statt Kahlschlag, Zusammenhalt statt Spaltung und Verantwortung statt Belastungen für die Beschäftigten. Die Zukunft der Industrie darf nicht durch Stellenabbau und Werksschließungen verspielt werden. Stattdessen braucht es Investitionen, Mut zur Veränderung und die aktive Einbindung der Beschäftigten in die Gestaltung des Wandels.